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Steptanz
Stepi

Der Steptanz entstand durch die Fusion zweier verschiedener Tänze: dem sogenannten step dance aus Großbritannien (vor allem dem irischen Jig) und dem afrikanischen Shuffle bzw. Gumboot-Dance. In Five Points, einem Stadtteil New Yorks, trafen in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts die verschiedensten Kulturen aufeinander und somit auch ihre Tänze. Der Steptanz wurde dort erfunden, dank der Wettkämpfe, die die Bewohner untereinander austrugen und in denen sie ihre Tanzbewegungen vorstellten. So konnte sich ein neuer, amerikanischer Stil entwickeln: der Steptanz. Um die Sohlen vor Abnutzung zu schützen wurden zwei Metallplatten angebracht. Dies brachte einen weiteren Vorteil und ein wichtiges Merkmal des Steptanzes: beim Tanzen werden rhythmische Klänge erzeugt und der Tänzer kann so die Percussion machen. Die Schuhe werden Musikinstrumente. Dieses Klacken beim Tanzen ist wahrscheinlich das Erste, was mit dem Begriff Steptanz assoziiert wird.

Besonders in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfreute sich der Steptanz großer Beliebtheit, vor allem in Broadway-Shows und Varietés. Er war, neben dem Jazzdance, der gebräuchlichste Tanz zu Jazz-Musik. Auch durch Film und Fernsehen wurde der Steptanz in der ganzen Welt bekannt. Gene Kelly ist einer der berühmtesten Steptänzer, der diesem Tanzstil seinen Durchbruch zu verdanken hat. Heute haben vor allem große Step-Gruppen Erfolg, wie sie zum Beispiel bei Riverdance zu sehen sind.

Wie bei jedem anderen Tanzstil gibt es auch beim Steptanz verschiedene Schritte und Schrittkombinationen. Dem Tänzer steht eine Vielzahl an Möglichkeiten offen, unterschiedliche Klänge mit den Schuhen zu erzeugen. Beim „Step“, zum Beispiel, verlagert der Tänzer sein Körpergewicht so, dass beim Schritt die Metallplatte des Fußballens belastet wird. „Toe“ (Zehe) und „Heel“ (Ferse) sind weitere mögliche Schritte. Kraftvolle Schläge sind der „Stomp“ und der „Stamp“, bei denen unbelastete bzw. belastete Schritte mit dem ganzen Fuße ausgeführt werden.

Im Englischen wird der Steptanz als „Tap dance“ bezeichnet und im Französischen als „Claquettes“.