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Der richtige Ort für die Tanzschule
Juni 22nd, 2011 von Stepi in Allgemein

Häufig reift bei ehemaligen Tänzern oder auch noch aktiven Tänzern, die in die Jahre kommen, der Gedanke heran, die Leidenschaft zum Tanzen und das Wissen über die Techniken des Stepptanzes weiterzugeben und sich als Tanzlehrerin oder Tanzlehrer selbstständig zu machen. Eine gute Idee, doch eine solche Entscheidung sollte nicht übereilt getroffen werden, erfordert sie doch die Erfüllung einiger Bedingungen und eine Menge Vorbereitungen.

Geeignet?

Als erstes sollte sich ein Tänzer natürlich fragen, ob er nur gut tanzen kann oder ob er diese Fähigkeiten auch gut weiter vermitteln kann. Denn der beste Tänzer muss nicht unbedingt gleichzeitig der beste Didakt sein. Ist das geklärt, gilt es vor allem den richtigen Ort für die zukünftige Tanzschule zu finden. Am besten wählt man eine Location, die von ähnlichen Einrichtungen umgeben ist, z.B. einer Ballettschule oder eines Fitnessstudios. Da die Schüler und Kunden oft mit dem Auto kommen wollen, ist ein Gewerbegebiet oder ein ehemaliges Gewerbegebiet eine gute Wahl. Denn eine Tanzschule verursacht Lärm, selbst wenn man in Sachen Schallschutz mit modernen Materialien schon einiges machen kann. Schaumstoff an den Wänden ist dabei nur ein Schritt für eine Stepptanzschule, viel wichtiger ist die Trittschalldämmung, wofür man ebenfalls härtere Schaumstoffe oder eine dicke Schicht Kork verwenden kann. Direkt im Wohngebiet sollte die Schule dennoch nicht liegen, denn auch der Publikumsverkehr und eine zugespitzte Parksituation könnte zu Ärger mit den Anwohnern führen.

Gute Zusammenarbeit fördern

Einen neuen Kundenstamm zu finden, ist die schwierigste Aufgabe bei der Neugründung einer Tanzschule. Es bietet sich daher an, sich mit anderen Schulen zu vernetzen und bei der Standortwahl darauf zu achten, dass es keine zu schwer wiegenden geografischen Überschneidungen im Einzugsgebiet der Schulen gibt. Wenn man nicht versucht, anderen die Kunden abzugraben, werden vielleicht stattdessen Empfehlungen ausgesprochen, etwa wenn einem Schüler die Anfahrt zur konkurrierenden Schule zu weit ist. Umgekehrt muss man sich in gleicher Weise natürlich ebenso verhalten. Gemeinsame Veranstaltungen und Aufführungen bestärken das positive Austauschverhältnis zusätzlich. Eine weitere Überlegung wert ist ein Programm, das saisonal im Wechsel mit der nächstgelegenen Schule steht. Bietet sie Schnupperkurse im Winterhalbjahr an, legt man seine Schnupperkurse auf den Sommer oder umgekehrt. Meist reichen die Kapazitäten gerade am Anfang sowieso nicht aus, um alle Arten von Kursen jederzeit anzubieten. Eine gute Vernetzung und eine gute Zusammenarbeit sind wichtig für den guten Start. Doch meist hat man als Tänzer, gerade in einem Nischensport wie Stepptanz, sowieso viele Kontakte in der Szene und wird daher schon von sich aus eher auf Zusammenarbeit als auf Konkurrenz setzen.

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